Google Glass wird ein Channel im Automobilmarketing. Tesla wieder der Pionier.

Wann wird Google Glass ein „Channel“ für das Multi Device Marketing der Automobilhersteller? Mit der App „GlassTesla“ für das Tesla Model S ist der Startschuss gefallen: Ab sofort beginnt das Rennen unter den OEMs, welcher Hersteller Google Glass am besten und geschicktesten für sein Automobilmarketing einsetzte.
The race is on …

 

Kurz nach dem Coming Out hatte ich Google Glass schon auf den Charts der Multi Device Strategie bei Mercedes-Benz. Als einen möglichen Kanal für das Multi Device Marketing – neben Tablet, Smartphone, InCar-Devices, IPTV und Gaming Konsolen. Es gibt eine Reihe von tollen Usecases.

Tesla Glass - Charging (Tesla)

Tesla Glass – Charging (Tesla)

Ein perfekter Anwendungsfall für Google Glass im Automobilmarketing ist der Showroom oder POS: Kunde kommt, Brille auf, im Rundgang verschwimmen tatsächliche und virtuelle Informationen vor dem Kundenauge zu einem Bild. Virtual Showroom, ePOS, Digitale Showroom, eSales oder wie die Lösungen der OEMs alle heißen, bekommen durch Google Glass endlich den passenden Device.

Zurück zur Gegenwart: Die spannende Frage war: Welcher OEM erkennt als erster das Potential von Google Glass für das Automobilmarketing? Welcher OEM ist der erste mit einer anständigen Applikation dafür am Markt? Und welcher OEM reitet auch auf der Welle positiver PR durch den bloßen Einsatz von Google Glass? Die Kandidaten: Audi (immer vorne dabei), BMW (setzt Marketingmaßnahmen auch geschickt als PR-Instrument ein), Mercedes-Benz (nur das Beste) und Porsche (das Beste). Das Rennen hat Sahas Katta und Tesla gemacht. Der Hersteller der im Bereich Electric Vehicle den etablierten Herstellern Druck macht. Der Hersteller, dessen Aktie sich seit März verdreifacht hat. Und der in Kürze – so meine Prognose – von einem großen Hersteller übernommen wird.

Glass Tesla im Einsatz (Tesa)

Glass Tesla im Einsatz (Tesa)

Mit der Kombination aus Google Glass und „GlassTesla“ feuern Sahas Katta und Tesla den Startschuss ab. Für den vollen Genuss braucht man drei Dinge: Einen Tesla Model S, Google Glass und die App „GlassTesla“. Wer keinen S in der Garage hat: Eine schöne Demo des Möglichen auf der Website zur App http://www.glasstesla.com. Mit der Berührung am Brillenrand oder per Sprachsteuerung lassen sich wesentliche Funktionen am Auto steuern:

  • Für ein Electric Vehicle essenziell: das Akkumulatoren-Management.
  • Anzeigen des Ladestatus
  • Starten und stoppen des Ladevorgangs
  • Öffnen und Schließen der Türen, der Kofferraum oder das Sonnendach
  • Bedienung der Klimaanlage

Sehr cool die Find-my-Car-Funktion: Über die Brille wird der Vergessliche zu seinen Fahrzeug geführt. Natürlich ist Google Maps eine Hauptapplikation von Glass. Für den, der einäugig fahren kann, kommt die Brille auch im Verkehr zum Einsatz. Licht, Horn und Heizung sind auf einen Blick steuerbar. Ich fühle mich an das HUD (Head Up Display) von BMW erinnert, das sich nur wenig durchsetzte. Vielleicht hat Glass mehr Glück.

Der Prototyp der App kommt von Sahas Katta, dem Gründer von Pepperdeck. Ich kann mir vorstellen, dass sich jetzt Audi und Co bei Sahas Katta die Klinke in die Hand geben. Ich als OEM würde jedenfalls versuchen, mit das Know How und den Wissensvorsprung zu sichern. Wenn Sahas Katta nicht schon exklusiv gebunden ist… Meine Kontaktanfrage läuft. In Kürze hier die Kontaktdaten.

Die App ist natürlich nur ein Anwendungsfall im Automobilmarketing. Ich bin fest davon überzeugt, dass viele einzigartige und nutzenstiftende Anwendungsfälle kommen werden. Mit dem Virtual Showroom habe ich einen beschrieben. Google Glass ist so eigenartig und speziell, dass wir gespannt sein können was in Kürze auf uns zukommen wird. Wir halten die Augen offen.

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