BMW legt die Latte nochmals höher: Connected Drive 4.0.

BMW ConnectedDrive

Freude am Fahren ist gut, Freude am Vorausfahren ist besser: BMW gibt mit LTE weiter Gas in Sachen Connected Drive… (Foto BMW)

BMW erweitert das Infotainmentsystem Connected Drive um neue, praxistaugliche Funktionen. Neben einer Diktierfunktion, dank der ich auch „on the road“ sicher SMS oder E-Mails per Spracheingabe verfassen und versenden kann, punktet der Automobilhersteller auch im Navigationssystem erneut mit durchdachter Technik, Bedienung und der Konnektivität…

 

 

Natürlich kann ich auch mit meinem Navi an Ziel bringen lassen; nur: ich muss natürlich Straße und Hausnummer wissen. Deshalb google ich meist noch vor der Fahrt erst nach der genauen Anschrift eines Restaurants; und wenn ich dann eh schon vor dem Rechner sitze, schau ich mir die Umgebung und das Haus auch gleich mal mit Google Street View genauer an.

Anscheinend habe nicht nur ich diese Angewohnheit, denn BMW rüstete Connected Drive um genau diese Funktionen nach. Ich kann Sonderziele wählen und mich dorthin navigieren lassen. Hinterlegte Informationen wie Telefonnummer, Homepage oder weitere Onlinedaten können direkt auf- und angerufen werden, und zwar ohne dass ich die Navigationsansicht verlassen muss. Außerdem wechselt die Navigationsanzeige ab 300 m außerörtlicher und 150 m innerörtlicher Zielentfernung  von der Kartenansicht zu einer detailreicheren Darstellung. Ich kann sich also zusätzlich anhand der realitätsgetreuen Umgebungsabbildung „3D-City-Modelle“ orientieren.

Darüber hinaus bietet BMW als erster Automobilhersteller ab November 2012 die vierte Generation des Mobilfunkstandards LTE (Long-Term Evolution) an. Mit dem BMW Car Hotspot und einer LTE-fähigen SIM-Karte können dann nicht nur ich als Fahrer, sondern auch meine Passagiere das Hochgeschwindigkeitsinternet nutzen. Der eingebaute Akku mit integrierter Antenne versorgt den Hotspot eine halbe Stunde unabhängig vom Fahrzeug mit Strom, sodass ich meine E-Mails auch während meiner Pause außerhalb meines Autos bei einem Kaffee beantworten kann. Da hat jemand mitgedacht!

Auch in Sachen Usability haben sich die bayerischen Automobilbauer voraus gedacht. Der Fahrer muss Buchstaben nicht mehr mühselig mit dem Rädchen auswählen, sondern sie einfach direkt auf dem Touchpad malen. Die 45 mm große Multitouch-Oberfläche erkennt das Zeichen, das zur Kontrolle angesagt und angezeigt wird. Für unsere 26 lateinischen Buchstaben klingt das schon sehr sinnvoll, doch für den chinesischen Markt, auf dem diese Funktion zunächst eingeführt wird, stellt diese Option eine wahre Bereicherung dar. Bei mehreren tausend Schriftzeichen mit bis zu 21 Strichen pro Zeichen möchte ich mir gar nicht vorstellen wie lange am Rad gedreht werden müsste.

BMW ConnectedDrive iDrive Touch Controller (Quelle: BMW Group)

BMW ConnectedDrive iDrive Touch Controller (Quelle: BMW Group)

Als weitere Neuerung kann die Kartenansicht des iDrive Touch mit den typischen Zwei-Finger-Gestik bedient werden. In späteren Versionen soll das Touchpad die Bewegung des Mauszeigers über das Display ermöglichen.

Connected Drive zeigt erneut seine größte Stärke von BMW: Mit Funktionalität und Ideenreichtum gehen die Münchner auf die Bedürfnisse des Fahrers ein und bedienen sich bei seiner Umsetzung neuster technischer Entwicklungen, um größtmögliche Sicherheit beim Fahren zu garantieren.

Weiter so!

[HSC]

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Dr. Stephan Platt

Über Dr. Stephan Platt

Stephan Platt betreute das Ressort "Research" auf Blogomotive. Er berät mit seinem Berliner Team seit über 14 Jahren internationale Automobilhersteller hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung innovativer Markenkommunikation (unter anderem Audi und Mercedes). Ein Fokus seiner Arbeit ist, Komplexität über praktikable Prozesse und effiziente Strukturen beherrschbar zu machen. Außerdem forscht und lehrt Stephan im Bereich digitaler Markenführung.

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