Das Webspecial des neuen A3 – ein Audi Projektmanager spricht über sein Baby! …und das des Nachbarn

Audi A3 Webspecial

Audi A3 Webspecial (Foto Screenshot Audi)

Mit der Premiere des neuen Audi A3 in Genf ging auch das aufwendige Webspecial der kompakten Limousine live. Ich habe mit dem verantwortlichen Projektmanager bei Audi Florian Gräf gesprochen und ihm für Blogomotive ein paar Fragen gestellt…auch über die Microsite der Konkurrenz.
Denn nicht nur in Ingolstadt hat man sich bei der digitalen Inszenierung des Premium-Kompakten ins Zeug gelegt. „A für Attack“ galt nicht nur für das Fahrzeug: Mit dem A-Klasse Webspecial greifen die Kollegen von Mercedes auch digital nach der Zielgruppe des A3. Ein Review des auf Tablets optimierten „Scroll Specials“ gab es bereits im vorangegangenen Artikel von Volker Liedtke.

Deswegen verliere ich keine weiteren Worte über die Konkurrenten sondern lasse den Daddy des A3 Specials selbst zu Wort kommen:

Florian Gräf - Audi Projektmanager digitales Marketing

Florian Gräf – Audi Projektmanager digitales Marketing (Foto Florian Gräf)

Könntest Du Dich und Deine Position bei Audi kurz vorstellen?

Mein Name ist Florian Gräf, 33 Jahre alt, und nun seit 1 ½ Jahren im Audi Online Marketing für das Thema internationale Kampagnen verantwortlich.

Du bist verantwortlicher Projektmanager des A3 Webspecials. Was war das Ziel des Projektes?

Der neue Audi A3 überrascht den Kunden vor allem mit seinem neuen Interieur-Design, deshalb wollten wir den User eben jenes erlebbar machen – mit einem detaillierten und interaktivem 3D-Innenraum. Und um das virtuelle Erlebnis komplett zu machen, wird sich dieser Innenraum per Gestensteuerung „begreifen“ lassen – eben intuitiv!

Welche Highlights erwarten den User?

Da gibt es Einige 🙂 Der User kann einige der innovativen Details des Fahrzeugs erleben. Nebst einem per Handbewegung drehbarem Exterieurmodell kann der User die in der Kompaktklasse einzigartige Audi Cruise Control kennenlernen oder über das Audio MMI die B&O Soundanlage steuern.

Ein Highlight: Die Gestensteuerung

Ein Highlight: Die Gestensteuerung (Foto Screenshot Audi)

Auf welche Technologien wurde gesetzt und warum? 

Aufgrund des in naher Zukunft zu erwartenden Webseiten-Architekturwechsels mussten wir uns auf bereits bestehende Templates zurückgreifen. Deshalb haben wir auch dieses Special mithilfe der Flash-Technologie umgesetzt. Zudem wird die komplette A3-Familie im Laufe der Zeit auf das neue Modell umgestellt, es sind also auch für mobile Devices noch spannende Umsetzungen zu erwarten.

Wie lange war die Entwicklungszeit von der Konzeption bis zum Launch?

Knapp ein Jahr vom ersten Briefing bis zum Livegang in KW10.

Wer waren die beteiligten internen Abteilungen und externen Agenturen? Wieviele Personen waren in etwa an dem Projekt beteiligt?

Nebst razorfish Berlin (Kreation & Programmierung) und VM-2 (Klassische Kommunikaton) für die Erarbeitung der kreativen Leitidee gab es gerade bei diesem Special eine Vielzahl an internen Ansprechpartnern – gerade aufgrund des detaillierten und auch noch mit realen Funktionen hinterlegten Inenraums. Solche Anforderungen gehen weit über das „herkömmliche“ Interieurfoto hinaus. Wir haben das Auto quasi virtuell nachgebaut und als Beispiel könnte man hier die Abteilung I/EF-56 Entwicklung Assistenzsysteme nennen.

Es war schwierig, aber auch interessant z.Bsp. die Adaptive Cruise Control real zu simulieren inkl. der notwendigen Warngeräusche und Anzeigen mit welchen das System mit dem Fahrer kommuniziert – und dies weit vor Ende Geheimhaltung. Da sind die Entwickler des Systems in einem 50.000 Mann Unternehmen wirklich die absolut Einzigen, die hier eine verbindliche Aussage treffen können.

Was ist deine persönliche Meinung zum Webspecial des Konkurrzenproduktes aus Stuttgart, das zeitgleich gelauncht wurde?

Ich habe mich natürlich gleich mal durchgeklickt – auch die Kollegen setzen hier voll auf die Möglichkeiten welches CAD-Daten-Rendering bietet. Auch hier mit einer ähnlichen Detail-Tiefe und der Visualisierung von einzelnen Bauteilen. Allerdings kam ich persönlich nicht so ganz mit dem sehr langen, über Scrolltechnik erreichbaren Content zurecht und habe einige Details übersprungen.

Eine grandiose Idee ist aber das Messe-Special, in welchem mir als User live und interaktiv von „echten“ Messehostessen in mehreren Sprachen das Auto erläutert wird. Eine derartige Umsetzung haben wir auch intern diskutiert, die Kollegen aus Stuttgart waren hier aber scheinbar schneller in der Umsetzung.

Ende des Interviews

Danke an den Kollegen Flo für das zeitnahe Interview! 🙂
Ich hoffe in Zukunft mehr Einblicke in die Arbeit hinter solchen Projekten liefern zu können und freue mich natürlich auch über Anregungen und Feedback.

Von den Audi und Mercedes Webspecials habt Ihr Euch sicher mittlerweile selbst ein Bild gemacht. Mich würde Eure Meinung dazu interessieren? Was seht ihr persönlich positiv/negativ, nützlich/weniger nützlich aus Kundenperspektive? Solltet ihr Fragen zu dem A3 Special haben, so könnte ich mir vorstellen, dass der Projektmanager sich auch selbst dazu äußern wird ;-).

Julian Maier

Über Julian Maier

Julian Maier, Diplomkaufmann, ist verantwortlicher Redakteur für den Bereich Social Media. Bei der AUDI AG betreute er verschiedene Projekte im gleichen Bereich wie z. B. den Launch der Audi Sport Kanäle auf Facebook, Twitter und YouTube. Schon seit 2008 beschäftigt sich Julian bei Audi mit digitalem Marketing und ist seit 2012 interner Social Collaboration Berater. Mehr...

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